Dafür stehen wir

Warum Frauenliste?

Als wir vor fünf Jahren mit unserem Wahlbündnis angetreten sind, saß eine einzige Frau im Kreistag von Freudenstadt. Frauen stellen aber mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Wir wollen mitentscheiden. Wir wollen den weiblichen Blick auf die vom Kreistag zu entscheidenden Themen. Eine Politik für die Bürger ist nur dann gut, wenn sie breiter aufgestellt ist und von der Kompetenz aller geprägt ist.
Wir haben im ersten Anlauf zwei Frauen in den Kreistag entsenden können. Wenn Sie wollen, dass es mehr werden, wählen Sie uns!

Gesundheitsversorgung

Zu den Aufgaben des Landkreises gehört die Gesundheitsversorgung der Einwohner/innen.. Wir wollen, dass unsere Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft bleiben. Wir wollen eine wohnortnahe Basis- und Notfallversorgung im gesamten Landkreis durch ein ambulantes und stationäres Leistungsangebot dauerhaft sicherstellen. Ärzte und Pflegepersonal müssen zu guten Bedingungen bei uns arbeiten. Dazu gehören ausreichend Stellen.

Hebammen

Wir wollen nicht, dass der Kreißsaal wegen Personalmangels geschlossen bleibt. Wir haben uns deshalb für ein Hebammenstipendium stark gemacht. Wir wollen, dass dieser Kreistagsbeschluss umgesetzt und beworben wird. Auch für Bewerberinnen von außerhalb des Landkreises. Wir brauchen mehr Hebammen im gesamten Landkreis.

Altenpflege/-hilfe

Bis Ende 2019 werden im Landkreis mindestens fünf Pflegeheime wegen der Bestimmungen der neuen Landesheimbauordnung dicht gemacht. Damit fallen 200 bestehende Heimplätze weg. Die älter werdende Bevölkerung hat aber immer weniger Unterstützung durch Familienangehörige. Wir sehen einen großen Bedarf an ambulanten Hilfsleistungen durch Diakonie, aber auch Nachbarschaftsvereine, damit die älteren Mitbürger in ihrer gewohnten Umgebung möglichst lange leben können. Wir fordern eine Unterstützung der Vereine und eine flexiblere Behandlung der neuen Unterstützungsverordnung, die kostspielige und zeitaufwendige Schulungsprogramme für ehrenamtlich Helfende verlangt. Die Unterbringung in stationärer Pflege belastet auch den Sozialetat des Landkreises. Durch die neuen Bestimmungen fehlt es aber an Helferinnen, so dass Hilfesuchende abgewiesen werden müssen.

Digitalisierung

Schnelles Internet ist heute so wichtig wie Strom und Wasser. Wenn wir Industrie ansiedeln, Landflucht vermeiden und Frauen in Beschäftigung bringen wollen, ist der Glasfaserausbau vordringlich. Wir sehen den Landkreis auf gutem Weg. Wir sehen auch, dass die Bewilligung auf Landesebene aber stockt. Wir wollen, dass der Landkreis mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln für eine rasche Umsetzung sorgt.

Wirtschaft

Unser Landkreis ist ein Wirtschaftsstandort im Weltklasseformat. Damit dies auch in Zukunft so bleibt und unsere Unternehmen die erforderlichen Fach- und Führungskräfte finden, wollen wir eine Demographie-Offensive, die zukunftsfähige Konzepte zur Beschäftigungssicherung erarbeitet und nachhaltig umsetzt. Wir brauchen Innovationsförderprogramme und eine Vernetzung der Wirtschaftsförderungsaktivitäten. Dabei liegt uns auch die Beschäftigung von Frauen besonders am Herzen.

Bildung

Die Vermittlung und Förderung von digitalen Kompetenzen ist eine Kernaufgabe aller Bildungseinrichtungen im Landkreis. Wir fordern eine verstärkte Nutzung digitaler Medien im Bildungssektor. Berufs- und Fachschulen bedürfen berufsfeldübergreifender innovativer Lernkonzepte, um dem Ausbluten der Berufsschulen entgegen zu wirken und unseren Kindern eine wohnortnahe Beschulung und Berufsausbildung zu ermöglichen. Die Hochschulen in Freudenstadt und Horb sind unabdingbar für die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität unseres Landkreises.

Verkehr und Infrastruktur

Für mehr Mobilität wollen wir für unseren Flächenkreis ein ganzheitliches und ökologisches Verkehrsflusskonzept unter Einbeziehung des ÖPNV und individueller Verkehrsmittel sowie intelligenter Car-Sharing-Modelle. E-Busse und E-Bikes sollen Vorrang haben und die erforderliche Infrastruktur vorfinden. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen schnell und sicher an ihre Lernorte gelangen und Chancengleichheit hinsichtlich der Gebühren erhalten. Daher fordern wir eine Überprüfung der Schülerströme sowie der Organisation und Finanzierung der Schülerbeförderung im Landkreis. Gute Verkehrsverbindungen in die Metropolregionen sind für Einwohner/innen und Touristen unabdingbar. Daher wollen wir den Erhalt und Ausbau der Bahnverbindungen sicherstellen sowie ein Finanzierungskonzept für den Bau und Unterhalt der Kreisstraßen.

Soziales

Wir wollen die Förderung von Wohnmodellen der Zukunft, Mehrgenerationenhäuser, Studenten- und Singlewohnungen, um alte und junge Menschen im Landkreis zu halten.

Zur Anerkennung des Vereinswesens und des Ehrenamtes fordern wir eine nachhaltige Förderpolitik, die den Institutionen Planungssicherheit und Entfaltungsmöglichkeiten erlaubt.

Frauenhaus

Die Frauenhilfe Freudenstadt e.V. nimmt seit Jahren dem Landkreis das Problem der von Gewalt bedrohten Frauen ab. Die Frauenhilfe hat keine gesicherte Finanzierung. Landesweit müssen Frauenhäuser zu viele Schutzsuchende abweisen. Der Landkreis Freudenstadt hat kein Frauenhaus. Wir wollen, dass sich das ändert.

Natur

Rückgang der Artenvielfalt, Insektensterben, landwirtschaftliche Monokulturen: Wir wollen unseren Kindern und Enkeln eine vielfältige Natur hinterlassen. Das Landwirtschaftsamt soll seine Mittlerfunktion zwischen Berufs- und Interessengruppen (Landwirte, Jäger, Imker, Naturschutzverbände) einnehmen. Wir wollen Wildblumenwiesen fördern. Der Landkreis soll sich mit landkreiseigenen Flächen am Projekt „Blühender Naturpark“ des Naturparks Schwarzwald-Mitte/Nord e.V. beteiligen und sich einbringen. Das Mähen des Straßenbegleitgrüns / der Straßenböschungen soll so geschehen, dass Fauna und Flora geschützt und gefördert werden


TAGESELTERN

Kinder brauchen die beste Bildung von Anfang an und Eltern eine gute Betreuungs-Infrastruktur. Kindertagespflege ist neben den Kindertageseinrichtungen eine wichtige und unverzichtbare Säule bei den Angeboten der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung im Landkreis.

Wenn wir eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung erhalten wollen, müssen wir

die Betreuungsarbeit für Tageseltern attraktiv machen.

Tagesmütter sind unterbezahlt. Der bisher bezahlte Stundensatz sehen wir als Geringschätzung einer gesellschaftlich wichtigen Betreuungsarbeit, die überwiegend von Frauen erbracht wird. Wir sehen darin eine massive Benachteiligung von Frauen, die in der Kindertagespflege tätig sind.

Einerseits räumt man der Kinderbetreuung einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert ein. Andererseits ist man nicht dafür bereit einen anständigen Preis zuzahLen. Das ist ein Armuts zeugnis.

Wir fordern deshalb die Erhöhung des Betreuungssatzes auf Mindestlohnniveau

von derzeit 9,19 Euro pro Kind pro Std. (ab 1. Januar 2020 auf 9,35 Euro).