Der Dachverband der Frauenlisten Baden-Württemberg hatte zum 33. Bundeskongress der kommunalen Frauenlisten, der unter dem Motto „Gleich geht’s weiter – Gleichstellung trifft Kommunalpolitik“ steht, nach Filderstadt eingeladen. Frauenlisten aus dem Baden-Württemberg, darunter auch Vertreterinnen der Frauenlisten Alpirsbach und Seewald sowie der Frauen in den Kreistag, Bayern und Brandenburg gingen einigen Themen der Studie der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen „Gleichstellung als Regionalentwicklung“ nach. Hierfür wurde ein vielfältiges Programm erstellt, das auch Raum für Austausch und Begegnung, Vernetzung und ein gemütliches Beisammensein bot. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie seitens der Frauenlisten zusammen mit weiteren Akteur*innen ländliche Regionalentwicklung mitgestaltet und weibliches Engagement und Teilhabe gestärkt werden können. Leider sind Frauen nach wie vor auch in den baden-württembergischen Kommunalgremien unterrepräsentiert. Obwohl mehr als die Hälfte der Bevölkerung weiblich ist, beträgt die Anzahl der weiblichen Mitglieder in den meisten Fällen weniger als 30 Prozent. Im Bundestag sind es aktuell 32,4 Prozent, dem baden-württembergischen Landtag gehören 53 weibliche Abgeordnete verschiedener Parteien an, was einem Prozentsatz von 33,8 Prozent entspricht. Um diesem Missstand entgegenzuwirken, haben sich in Baden-Württemberg, Bayern und Brandenburg bereits vor vielen Jahren reine Frauenlisten gegründet. Seit ebenso vielen Jahren findet in regelmäßigen Abständen abwechselnd in den drei Bundesländern ein Bundeskongress der Frauenlisten statt. Dabei geht es immer um den Austausch und neue Erkenntnisse, wie die Durchsetzung der Gleichstellung von Männern und Frauen vor Ort gelingen kann.

Vertreterinnen der Frauenlisten aus Alpirsbach und Seewald sowie der Frauen in den Kreistag nahmen am 33. Bundeskongress der Frauenlisten in Filderstadt teil, unter anderem Kreisrätin Martina Sillmann (3. von links).
Foto: Frauen in den Kreistag